Reformprozess Synodaler Weg

Kardinal Marx bekräftigt Umsetzung der gefassten Beschlüsse

Nach einer schweren Krise hat der Synodale Weg seine vierte Vollversammlung fortgesetzt und mehrere wichtige Reformtexte beschlossen. Sie werden das kirchliche Leben im Erzbistum München und Freising beeinflussen.

Kardinal Marx bei der Synodalversammlung in Frankfurt © kna

Kardinal Marx wird „selbstverständlich“ die Beschlüsse im Erzbistum München und Freising umsetzen. Dazu hat er dem Generalvikar den Auftrag gegeben, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen, um zu klären, wie einzelne Beschlüsse umgesetzt werden können.  Die Umsetzung könne allerdings nicht „1:1“ geschehen, auch hier muss die Synodalität gewahrt werden. Das heißt die synodalen Gremien wie Priesterrat oder Diözesanrat müssten in den Prozess mit eingebunden werden.

Für Kardinal Reinhard Marx ist klar, dass bei all den „Turbulenzen und Krisen“ sich der Weg in die Zukunft der Kirche nur gemeinsam mit Gläubigen und Bischöfen  als „Volk Gottes“ gehen lässt. Das bekräftigte er im Interview mit mk online: „Wir lassen uns nicht voneinander trennen.“ Ihm sei bewusst, dass es anstrengend und schwierig werden wird.  Mit dem Beschluss ein neues bundesweites Beratungs- und Leitungsorgan für die Kirche vorzubereiten, sei daher ein wichtiges Signal gesetzt. Für die Schaffung des sogenannten Synodalen Ausschusses stimmten am Samstag in Frankfurt bei der Vollversammlung des Synodalen Wegs 167 Delegierte, das sind 92,8 Prozent. Auch die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit der Bischöfe wurde erzielt. Hier fiel das Ergebnis mit 43 Ja-Stimmen zu 6 Nein-Stimmen ebenfalls deutlich aus.

Umsetzung der Beschlüsse  im Erzbistum prüfen

In den vergangenen Tagen wurden auch weitere Reformtexte verabschiedet. So fand ein Text zu "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche" nach langer Debatte am Freitagabend bei der in Frankfurt tagenden Synodalversammlung eine Zustimmung, dessen Bedeutung Kardinal Marx besonders unterstreicht: „Das ist das erste Mal, glaub ich, dass eine Ortskirche mit einer 2/3-Mehrheit der Bischofskonferenz ein deutliches Votum macht, diese Frage nicht zu schließen.“ Er hebt die theologische Begründung und die guten Argumente in dem Text hervor. Im weiteren Verlauf votierte die Versammlung auch für eine lehramtliche Neubewertung von Homosexualität in der katholischen Kirche. Niemandem dürfe die Übernahme kirchlicher Ämter oder der Empfang der Priesterweihe wegen ihrer Homosexualität verwehrt werden. Außerdem wurde ein Papier verabschiedet, das sich gegen arbeitsrechtliche Sanktionierung von wiederverheirateten Geschiedenen oder schwulen und lesbischen Paaren ausspricht. (smb/kna)

Münchner Kirchenradio

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