Nach dem Schulabschluss

Freiwilligendienst im Kloster

Was kommt nach dem Schulabschluss? Direkt eine Ausbildung oder Studium zu beginnen, kommt nicht für jeden in Frage. Ein Freiwilligendienst kann eine Chance sein. Im Kloster Benediktbeuern ist das möglich.

Seit acht Monaten engagiert sich die 17-jährige Katharina Drexler als Freiwillige in der von Jörg Koalick geleiteten Jugendherberge in Benediktbeuern. © SMB/Ertl

Benediktbeuern – Gerade geht es an Bayerns Schulen in die Prüfungsphase, da stellt sich vielen die Frage: Was kommt danach? Nicht jeder will sofort in eine Ausbildung oder ins Studium wechseln. Sich im Bundesfreiwilligendienst oder in einem freiwilligen sozialen Jahr zu engagieren, kann eine Chance sein. Im Pflege- und Kulturbereich gibt es Stellen. Ebenso in den Bereichen Jugend und Umwelt. Letzteres finden Freiwillige kombiniert im Kloster Benediktbeuern.

Freiwillige dürfen viel Verantwortung übernehmen

Hier weht der Geist der Salesianer Don Boscos, die die Einrichtung leiten. Und Jugendarbeit steht, ganz im Sinne des Gründers, im Fokus. Da diese sehr vielfältig ist, gibt es viele Stellen, an denen Freiwillige im Kloster arbeiten können, sagt Jörg Koalick, der Leiter der Jugendherberge: „Sie machen mit den Schulklassen Tümpelsafari, Bergtouren oder Arbeiten im Hochmoor und veranstalten Kanutouren. Sogar im Denkmalschutz gibt es Stellen.“ Neben der reinen Arbeitsstruktur eines Freiwilligendienstes steht vor allem die Pädagogik, also das Arbeiten mit den Schülern, im Vordergrund. In so einem freiwilligen Jahr in Benediktbeuern sieht Koalick auch einen ersten Schritt in ein eigenständiges Leben. „Für uns steht hier die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Die Freiwilligen dürfen sehr viel Verantwortung übernehmen, sich ausprobieren, haben aber immer die Rückendeckung, dass jemand da ist.“

Interesse sich mit Spiritualität auseinanderzusetzen

Wer sich dazu entscheidet, sich auf eine der 25 Stellen bei den Salesianern Don Boscos im Kloster Benediktbeuern zu bewerben, hat noch bis Ende Juni Zeit. „Der Freiwilligendienst startet bei uns am 1. September und geht bis zum 31. August“, erklärt Koalick. „Wir bieten hier im Kloster kostenlose Unterkunft und Verpflegung an. Zusätzlich gibt es ein Taschengeld von monatlich 210 Euro.“ Bewerber müssen außerdem die reguläre Schulpflicht erfüllt haben. Und es gibt ein weiteres Kriterium. „Wir haben für jedes Interesse etwas zu bieten“, verspricht Koalick. „Wichtig ist nur, dass die jungen Leute motiviert sind und sagen: Wir haben Lust, uns mit Don Bosco auf den Weg zu machen.“ Dafür muss man nicht streng religiös sein. Aber es ist sinnvoll, wenn die Bewerber dazu bereit sind, sich mit Spiritualität auseinanderzusetzen. „Denn wir sind im Kloster bei den Salesianern Don Boscos und das spielt im Freiwilligendienst natürlich auch eine Rolle.“ 

Gewinn an Selbstbewusstsein

Katharina Drexler ist 17 Jahre alt und kommt aus Kochel. Letztes Jahr hat sie ihren Realschulabschluss gemacht und sich danach um ein Jahr Freiwilligendienst im Kloster Benediktbeuern beworben. Seit acht Monaten wohnt und arbeitet sie in der Jugendherberge – mit Freiwilligen aus ganz Deutschland. „Wir arbeiten viel mit den Schulklassen. Das ist schön zu sehen, wie sich über eine Woche eine richtige Verbindung aufbaut.“ Drexlers Tagesabläufe sind sehr unterschiedlich. Mal ist es Dienst an der Rezeption, mal eine Kanutour auf dem Kochelsee oder Cocktailmixen am Abend in der Bar. Alkoholfrei versteht sich. „Als die ersten Klassen da waren, habe ich mir gedacht, kannst du das überhaupt?“, gibt Drexler zu. Schließlich war sie selbst erst frisch aus der Schule draußen. „Vor vielen Leuten sprechen und auch das Verhältnis zu den Lehrern waren neu für mich. Aber ich habe schon eine Menge Selbstbewusstsein dazugewonnen.“ Ein Fazit, das auch Koalick als Betreuer sehr freut, denn schließlich ist genau dies das Ziel für alle im Kloster, die mit den Freiwilligen arbeiten. (Maria Ertl, Redakteurin beim Sankt Michaelsbund)

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