Kolpingstunde

Dauerbrenner Rente und Pflege

Der demographische Wandel zwingt zum Umdenken in der Sozialpolitik. Auch bei Kolping macht man sich Gedanken, wie Rente, Pflege und die Sozialversicherungsträger insgesamt in eine sichere Zukunft geführt werden können.

© AdobeStock_Ocskay Mark

Dazu kommen noch aktuelle Sorgen: viele Menschen sind gerade wegen Corona in Kurzarbeit und verunsichert, ob sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Genügend Gesprächsstoff also im zurückliegenden Jahr für den Kolping Diözesanfachausschuss Arbeitswelt und Soziales. Johann Maier leitet das Gremium und ist auch Mitglied im gleichnamigen Bundesfachausschuss. Er denkt zudem über die Tagesgeschehnisse hinaus und blickt mit uns ins Jahr 2023, denn dann finden wieder Sozialwahlen statt.

 

Für die Sozialwahlen suche man jetzt schon geeignete Kandidaten, die für Kolping auf den Listen antreten, erklärt Maier. Kaum einer wisse, dass es sich bei dieser Wahl mit rund 51 Millionen Wählern um die drittgrößte Abstimmung in Deutschland handele. Man sei darauf angewiesen, Aufrufe zu starten, dass Menschen sich melden, die bereit sind, sich ehrenamtlich in der Selbstverwaltung der Krankenkassen zu engagieren. Arbeitnehmer und -geber legten in den Gremien der Krankenversicherung gemeinsam fest, wie die Kassen in den kommenden Jahren arbeiten. Das sei spannender denn je, meint Maier, da weitere Krankenkassen wahrscheinlich fusionieren würden und man diesen Prozess nicht zuletzt für die Beschäftigten gerecht gestalten müsse.

Spannend bleibt es laut Maier auch bei den Themen Pflege und Rente. Bei der Rente sei bis spätestens 2034 ein neues Modell vonnöten, das den bisherigen Generationenvertrag mit weiteren Finanzierungssäulen ergänzt. Hierzu habe Kolping bereits zusammen mit anderen katholischen Sozialverbänden ein eigenes Rentenmodell vorgelegt. Noch kniffliger sei die Diskussion um die Zukunft der Pflege. Dabei gehe es nicht nur um die Bezahlung der Fachkräfte, sondern auch um deren Belastung im Pflegealltag. Entscheidend sei deshalb neben der Bezahlung, ob man genügend Menschen motivieren könne, den Pflegeberuf zu wählen. Nur ein ausreichender Personalbestand mit verlässlichen Arbeitszeiten könne dafür sorgen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird. Entscheidende Weichenstellungen bei Pflege und Rente erwartet Johann Maier aber vorerst nicht. Die finanziellen Belastungen durch die Corona Krise mache die Lage hier nicht einfacher. "Die Auswirkungen der Pandemie werden sicher erst nach den nächsten Bundestagswahlen zum Vorschein kommen". Zum jetzigen Zeitpunkt können man bei Rente und Pflege keine verlässliche Zukunftsprognose abgeben, ist sich Maier sicher.




Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de

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