Caritas-Frühjahrssammlung 2022

Für ein starkes kirchliches Netzwerk vor Ort

Die Spenden der Caritas Frühjahrssammlung helfen den Pfarreien bei den sozialen Aufgaben vor Ort. Sie ermöglichen unbürokratische Hilfe und Projekte wie die „Mittagsküche vor der Kirche“ in Fürstenfeldbruck.

Bei der „Mittagsküche vor der Kirche“ in Fürstenfeldbruck werden jeden Freitag warme Mahlzeiten verteilt. © Caritas

Die „Mittagsküche vor der Kirche“ ist in Fürstenfeldbruck inzwischen weitläufig bekannt. Jeden Freitag von 11.30 bis 12 Uhr werden vor den beiden Pfarrkirchen St. Magdalena und St. Bernhard bedürftige Menschen mit einer warmen Suppe oder einem Eintopf versorgt. Der Mittagstisch ist eine Kooperation zwischen dem Pfarrverband Fürstenfeld und dem Caritas Beschäftigungsprojekt Brucker Fenster.

Unkomplizierte Hilfe 

„Niemand muss sich anmelden oder ausweisen und das Essen kann sogar für Verwandte oder Nachbarn in Not mitgenommen werden“, erklärt Martin Stangl, Diakon und Caritas-Verantwortlicher im Pfarrverband. „Es kommen meist rund 50 Gäste und wir haben die Gelegenheit, mit ihnen in einem entspannten Rahmen ins Gespräch zu kommen“, erzählt Stangl.

„Die Idee zur Mittagsküche entstand mit Beginn der Corona-Pandemie. Herr Stangl kam zu mir und hat mir den Bedarf erläutert. Wir haben unsere Pläne dann im Kuratorium und in der Dekanatskonferenz vorgestellt“, erläutert Caritas-Gemeindereferentin Ursula Diewald-Rodriguez, die eine Brückenfunktion zwischen dem Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck und den Pfarreien innehat.

Spenden für soziale Aufgaben vor Ort

Nicht nur beim Mittagstisch funktioniert das starke Netzwerk der katholischen Kirche vor Ort. Auch bei den Caritas-Sammlungen ziehen alle an einem Strang. Sobald alle Sammlungsmaterialien aus der Caritas-Zentrale in München im katholischen Pfarramt St. Magdalena angekommen sind, mobilisiert Pfarrsekretärin Andrea Janicek ihr Sammlungsteam. Für die Caritas-Frühjahrssammlung 2022 im März müssen wieder rund 19.000 Spendenbriefe vorbereitet und ausgetragen werden. „Nachdem wir keine persönlichen Sammlerinnen und Sammler mehr haben, sammeln wir mit Spendenbriefen“, sagt Janicek mit Bedauern, freut sich aber, dass die Spendenbeträge dennoch stabil geblieben sind.

„Wir treffen heutzutage, wo alle Familienmitglieder berufstätig sind, gar keine Leute mehr zuhause an. Mit den Briefen erreichen wir viel mehr Haushalte. Jetzt spenden zwar weniger Menschen, dafür überweisen sie höhere Summen.“ Die Spenden aus den Caritas-Sammlungen seien wichtig für die sozialen Aufgaben vor Ort. „60 Prozent bleiben bei der Caritas und werden für soziale Angebote genutzt, die nicht refinanziert sind“, berichtet Diewald-Rodriguez. 40 Prozent gingen an die Pfarreien für schnelle und unbürokratische Direkthilfen.

Engagierte Ehrenamtliche 

Diakon Stangl unterstützt auch bei der Logistik. „Mit einem Team aus rund hundert Haupt- und Ehrenamtlichen, darunter auch viele Jugendliche, tragen wir die Briefe aus. Jeder bekommt ein Paket, das in Straßen und Gebiete unterteilt ist. Da sind wir hier in Fürstenfeldbruck richtig gut eingespielt“, betont Stangl, der sich dennoch um den Nachwuchs an Ehrenamtlichen Sorgen macht: „Die Sammlerinnen und Sammler haben sich teilweise jahrzehntelang zweimal im Jahr engagiert und sind von Haus zu Haus gelaufen, um mit den Spendern persönliche Gespräche zu führen.“

Diewald-Rodriguez, die sich auch um das Ehrenamtsmanagement vor Ort kümmert, weiß: „Heutzutage wollen sich vor allem junge Leute einfach kürzer und projektbezogener engagieren.“ Sie sei dankbar, dass es im Pfarrverband noch so viele Freiwillige gebe – Menschen, die sich seit 50 oder 60 Jahren für andere einsetzten. Bei den Caritas-Sammlungen, aber auch in anderen Bereichen.

Pfarrsekretärin als erste Anlaufstelle

Viele Frauen und Männer, die nicht weiterwissen, schlagen zuerst im Pfarrbüro von Andrea Janicek auf. Sie ist oftmals die erste Ansprechpartnerin in St. Magdalena. „Es kommen Menschen mit völlig unterschiedlichen Problemen: Reisende, Verschuldete, Süchtige, Wohnungs- und Obdachlose, Flüchtlinge oder psychisch Kranke.“ Sie versuche jedem gerecht zu werden, was für sie eine große Herausforderung und Verantwortung bedeute. Manchen Menschen könne sie schon mit einem Gutschein für die Apotheke oder für einen Lebensmittel- oder Drogeriemarkt helfen. „Auch wenn man bei Extremfällen an seine Grenzen stößt. Bei mir wird niemand, der Hunger hat, mit leeren Händen weggehen!“, betont die beherzte 52-Jährige.

Schnelle und langfristige Hilfe

Andere wiederum bräuchten eine langfristige Begleitung, um wieder auf die Beine zu kommen. „Da greift Gott sei Dank wieder unser gutes Netzwerk und wir können uns auf die Unterstützung durch Schuldner-, Sucht- oder Soziale Beratung des Caritas-Zentrums verlassen.“ Es brauche einfach viel Einfühlungsvermögen und Besprechungen im Team, um verantwortungsvoll zu entscheiden, was gerade notwendig sei.

Auch auf Sachspenden kann Janicek zurückgreifen. „Ich habe jemanden, der uns immer sehr gute gebrauchte Kleidung oder auch neue Sachen vorbeibringt, die ich dann spontan verschenken kann.“ Nicht reden, sondern handeln, das sei ihr Motto. „Damit es jedem im Landkreis gut geht. Vor allem denen, die gerade nicht so gut dastehen. Jede Spende hilft uns bei unserer Arbeit. Hilft uns, anderen zu helfen.“ (Marion Müller-Ranetsberger, Referentin in der Pressestelle des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising)

Caritas Frühjahrssammlung


Bald ist es wieder so weit: Ehrenamtliche klingeln in München und ganz Oberbayern an den Haustüren und bitten um eine Spende für die Caritas oder werfen Spendenbriefe ein. Sie sind wegen des Coronavirus angehalten, Masken zu tragen und den Sicherheitsabstand zu wahren. Die Caritas der Erzdiözese München und Freising bedankt sich herzlich bei allen Sammlerinnen und Sammlern, Briefausträgern und -austrägern sowie Spenderinnen und Spendern. Termine für die Caritas-Frühjahrssammlung 2022: Montag, 14. März, bis Sonntag, 20. März.

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