Vor Ort
Sie ist ein Ableger der bekannten Wieskirche bei Steingaden: Die Freisinger Wies. Genau wie ihre große Schwester trägt sie das Patrozinium „Zum gegeißelten Heiland“. Das Gnadenbild ist zwar nur eine Kopie, doch geholfen hat es schon vielen Menschen, die die kleine Wallfahrtskirche nördlich von Freising besucht haben.
Sogar dem Kuraten selbst, Prälat Walter Brugger, dem vor einigen Jahren mal ein barocker Opferstock abhanden kam. Doch auch den zahlreichen Einzelwallfahrern, die die Wieskirche in Freising besuchen, wird geholfen.
Ihre Dankbarkeit zeigen sie mit zahlreichen Votivbildern, die es in der Kirche zu sehen gibt. Und mit Wachsvotivgeschenken, die mittlerweile vier Vitrinen füllen und die Sammlung zur größten im süddeutschen Raum machen.
Bildergalerie
Vor Ort KW 35: Die kleine Schwester: Wallfahrtskirche Freisinger Wies
Bisherige Folgen
Vor Ort KW 28-Ordensabzeichen für Beter – die Skapulierbruderschaft in Kloster Reisach
Ordensabzeichen für Beter – die Skapulierbruderschaft in Kloster Reisach
Ein Stoffquadrat mit einem Marienbild und ein Stoffquadrat aus einer Mönchskutte, beide verbunden mit zwei Bändern. Ein solches Bruderschaftsabzeichen besitzen in Niederaudorf im Inntal noch viele Menschen. Es ist ein sogenanntes Skapulier, das die Mitgliedschaft in den gleichnamigen Bruderschaften ausweist. Eine davon ist im nahegelegenen Kloster Reisach beheimatet, wo bis heute Karmeliter leben. Der Orden hat in fast allen seinen Niederlassungen solche Skapulierbruderschaften gegründet, der auch Frauen angehören können. Durch diese Gemeinschaften entstanden enge Bindungen zwischen den Klöstern und den Einheimischen. Bis heute wird am 16. Juli das „Skapulierfest“ gefeiert. Es wird in Reisach noch groß mit einer Prozession, Musik und einer gemeinsamen Brotzeit begangen, auch wenn nur noch wenige neue Mitglieder der Bruderschaft beitreten. Im Kloster erinnert ein prachtvoller Altar daran, warum dieses Fest entstanden ist, das eng mit der Niederlassung der Karmeliter in Europa zusammenhängt. Denn ursprünglich waren der Bettelorden im Heiligen Land beheimatet.