Vor Ort
Sie ist ein Ableger der bekannten Wieskirche bei Steingaden: Die Freisinger Wies. Genau wie ihre große Schwester trägt sie das Patrozinium „Zum gegeißelten Heiland“. Das Gnadenbild ist zwar nur eine Kopie, doch geholfen hat es schon vielen Menschen, die die kleine Wallfahrtskirche nördlich von Freising besucht haben.
Sogar dem Kuraten selbst, Prälat Walter Brugger, dem vor einigen Jahren mal ein barocker Opferstock abhanden kam. Doch auch den zahlreichen Einzelwallfahrern, die die Wieskirche in Freising besuchen, wird geholfen.
Ihre Dankbarkeit zeigen sie mit zahlreichen Votivbildern, die es in der Kirche zu sehen gibt. Und mit Wachsvotivgeschenken, die mittlerweile vier Vitrinen füllen und die Sammlung zur größten im süddeutschen Raum machen.
Bildergalerie
Vor Ort KW 35: Die kleine Schwester: Wallfahrtskirche Freisinger Wies
Bisherige Folgen
Vor Ort KW 23 - Herz Jesu in München
Herz-Jesu in München
Die Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen ist in jeder Hinsicht ein besonderer Kirchenbau. In den Jahren 1997 bis 2000 wurde das Gotteshaus gebaut und im November 2000 von Kardinal Friedrich Wetter geweiht. Es ersetzte damit die Vorgängerkirche, die bei einem Brand im Jahr 1994 zerstört wurde.
Auffällig ist die Quaderform des Kirchenbaus mit einer blauen 14 Meter hohen gläsernen Frontseite. Die komplette Vorderseite lässt sich wie ein riesiges Tor vollständig öffnen, was aber nur an hohen Feiertagen geschieht. Die Vorderseite besteht aus 24 mal 18 Quadraten, die wiederum aus kleinen Quadraten bestehen, auf denen sich Muster aus stilisierten weißen Nägeln befinden. Ein, in Anlehnung an die Keilschrift, eigens entwickelter Code für die Anordnung dieser Nägel zitiert in immer wiederkehrender Form die Passionsgeschichte nach Johannes 18-20. Der Kircheninnenraum besteht aus einem hölzernen Kubus, in den seitlich durch über 2.000 senkrecht stehende Holzlamellen je nach Sonnenstand unterschiedlich stark Licht einfällt, wobei die Helligkeit zum Altar hin kontinuierlich zunimmt. Das Münchner Kirchenradio hat sich vor Ort diese und zahlreiche weitere Besonderheiten des modernen Kirchenbaus erklären lassen.