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22.02.2012

Misereor: Hungerkatastrophe in Westafrika noch abwendbar

    Das katholische Hilfswerk Misereor ist optimistisch, dass eine Hungersnot in Westafrika verhindert werden kann. Soforthilfen liefen bereits massiv an, sagte die Regionalreferentin für Westafrika, Dorothée Zimmermann.

Ausgedorrte Felder: Westafrika muss sich auf den Klimawandel einstellen, meint Misereor (Bild: Anton Prado Photo - Fotolia.com)

Dabei werde in den betroffenen Regionen subventioniertes Getreide für die unter der Dürre leidenden Menschen zur Verfügung gestellt. Das sei nur möglich, weil dieses Mal alle lokalen Regierungen frühzeitig um internationale Hilfe gebeten haben. Je nach Höhe der Spendengelder sei auch Misereor bereit, sein Engagement in der Region noch einmal zu erhöhen, so Zimmermann im Münchner Kirchenradio. Weitere Hilfe sei abhängig davon, „wie das vor Ort auch integriert werden kann in bereits bestehende Programme und Aktivitäten“ der Partnerorganisationen.

Langfristig müsse sich die Region auf den Klimawandel einstellen und lernen, mit Wetterkapriolen wie Trockenheit oder Starkregen umzugehen. Misereor unterstütze deshalb vor Ort landwirtschaftliche Anpassungsstrategien, um mit den Auswirkungen des Klimawandels in Zukunft besser umgehen zu können. Dazu gehöre z. B. der Einsatz von Saatgut, das mit Dürren besser zurechtkommt. Wichtig sei zudem eine funktionierende Vorsorge-Getreidespeicherung sowie die Optimierung der Bewässerung von Feldern in der Trockenzeit, so Zimmermann weiter.

Schätzungen zufolge haben bis zu zwölf Millionen Menschen in der Sahelzone ihre Essensvorräte aufgebraucht. Sie sind bis zur nächsten Ernte im Herbst auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. (ph)

Misereor

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Komplettes Interview mit Dorothée Zimmermann zur Lage in Westafrika

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