Kötztinger Pfingstritt feiert sein 600. Jubiläum
Der Kötztinger Pfingstritt gehört zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas. Er geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurück. Seitdem reiten jedes Jahr an Pfingstmontag 900 Männer von Kötzting nach Steinbühl.
Wenn so viele Reiter einem Kreuz folgten und dabei Strapazen auf sich nehmen, würde die Kraft des Glaubens sichtbar, sagte der Kirchenpfleger Hayno Richter dem Münchner Kirchenradio. In den vergangenen Jahren hat der Pfingstritt wieder einen religiösen Charakter gewonnen. Dafür hat sich der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller eingesetzt, indem er den Pfingstritt 2004 zur Eucharistischen Prozession erklärte. Seitdem führen die Reiter eine Monstranz mit dem Allerheiligsten mit.
Der Ritt geht auf eine Legende zurück. Der Gemeindepfarrer soll damals zu einem Sterbenden nach Steinbühl gerufen worden sein, um die Sakramente zu spenden. Weil sich der Geistliche den Weg durch den Bayerwald aber nicht alleine zutraute, begleitete ihn die Kötztinger Burschenschaft. Nach ihrer glücklichen Heimkehr sollen sie gelobt haben, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen. Seitdem ziehen jedes Jahr am Pfingstmontag Reiter betend auf geschmückten Pferden und in alten Trachten hinaus durchs Zellertal nach Steinbühl.
Zum Jubiläumsritt werden 40.000 Pferdeliebhaber, Schaulustige und Gläubige erwartet, darunter auch Ministerpräsident Horst Seehofer. (kas)
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Kirchenpfleger Hayno Richter zum Kötztinger Pfingstritt
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Was die Kötztinger zu ihrem Pfingstritt sagen?
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Richter_2.MP3226 K








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