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12.01.2012

Kardinal Marx: Soziale Marktwirtschaft kann in der europäischen Krise helfen

Der Vizepräsident der EU-Bischofskommission ComEce, Reinhard Marx hat ein engeres Zusammenrücken in Europa gefordert. Dabei könne der Begriff der sozialen Marktwirtschaft eine sehr gute Hilfe bedeuten, sagte Marx dem Münchner Kirchenradio.

Sozialexperte und Vizepräsident der ComEce, Kardinal Reinhard Marx (Bild: Sankt Michaelsbund)

Der Münchner Erzbischof stellte heute in Brüssel eine Erklärung der EU-Bischöfe mit dem Titel „Europa als Solidaritäts- und Verantwortungsgemeinschaft vor. Darin warnen die Oberhirten vor einem Scheitern des Euro und des gemeinsamen Marktes. Sie schlagen deshalb eine Weiterentwicklung des gemeinsamen Handels unter dem Leitbild der europäischen Sozialen Marktwirtschaft vor. Diese sei nicht nur ein Wirtschaftsmodell, sondern beschäftige sich auch mit dem Miteinander von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat, sagte Marx. Dabei spielten auch die christlichen Vorstellungen von Nächstenliebe und sozialem Zusammenhalt eine wichtige Rolle. Die Erklärung der EU-Bischöfe wäre auch ohne die aktuelle Finanzkrise geschrieben worden, auch wenn sie deren Inhalt beeinflusst habe. „Die Krise bewältigen wir nur, wenn wir langfristig gemeinsame Ideen haben und deutlich machen, dass wir in Europa für einander einstehen und dass wir eine Solidaritätsgemeinschaft sind“, erklärte der Kardinal. (alb)


Erklärung der EU-Bischöfe zur sozialen Marktwirtschaft

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Telefoninterview mit Kardinal Marx 


Dateien:
ComEce_Marx.MP34.3 M
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