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19.02.2012

Gebetsmarathon als Gegenpol zum Faschingstreiben

  In der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum im schwäbischen Sielenbach hat heute das traditionelle 40-stündige Gebet begonnen. Bis einschließlich Dienstag dauert die Besinnung an und soll der Vorbereitung auf die Fastenzeit dienen, so Pater Jörg Weinbach im Münchner Kirchenradio.

Im Gebet (Bild: Erzbischöfliches Ordinariat München)

Jörg Weinbach ist zum zehnten Mal bei dem Gebet dabei. Für ihn seien die drei Tage nicht nur geistlicher Impuls, sondern auch Begegnung mit den Menschen und Feiern des Glaubens. Er freue sich jedes Mal, dass die Menschen kämen und „Christus für viele doch noch eine Bedeutung hat“. Der gebürtige Rheinländer sieht den Gebetsmarathon auch als Gegenpol zum Faschingstreiben. Ein „Faschingsmuffel“ ist Weinbach aber nicht, denn im Rahmen des 40-stündigen Gebetes gibt es auch einen Kindergottesdienst und bei dem ist Verkleiden ausdrücklich erlaubt.

Das 40-stündige Gebet gibt es in Maria Birnbaum seit 145 Jahren. Kapuzinermönche brachten den Brauch damals nach Schwaben. Ursprünglich kommt die Tradition aus Mailand: 1527 wurde dort um Gottes Hilfe in schwerer Kriegsnot erbeten. Von Italien aus verbreitete sich das Gebet in alle Welt. Das 40-stündige Gebet als Vorbereitung auf die Fastenzeit sei 1556 erstmals von einem Jesuit eingeführt worden, so Weinbach. (ks)

Wallfahrtskirche Maria Birnbaum

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Interview mit Pater Jörg Weinbach

Pater Jörg Weinbach (Bild: Wallfahrtskirche Maria Birnbaum)

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