Dresdner Bischof Reinelt geht in Ruhestand
Papst Benedikt XVI. hat das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, angenommen. Die Entscheidung wurde am Montag im Vatikan bekanntgegeben. 24 Jahre lang leitete Reinelt das in Sachsen und Ostthüringen gelegene Bistum.
Nach der Wende engagierte er sich vor allem für den Aufbau katholischer Schulen und Akademien sowie caritativer Einrichtungen. Vor wenigen Tagen erst wandte sich der Bischof noch einmal vehement gegen die alljährlichen rechtsextremistischen Aufmärsche um den 13. Februar, dem Gedenktag der Bombardierung Dresdens. "Nationalsozialistisches Gedankengut vernichtet Frieden in den Köpfen und Herzen", betonte er in einem Interview. In der Deutschen Bischofskonferenz leitete Reinelt 15 Jahre die Kommission für caritative Fragen, zudem war der 75-jährige stellvertretender Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.
Reinelt war der 48. Bischof des 968 gegründeten Bistums Meißen. Er gehört zu den Nachfolgern des Hl. Bischofs Benno von Meißen, dessen Reliquien in den Wirren der Reformation nach München gebracht wurden. Dort ruhen sie bis heute im Liebfrauendom. Immer wenn er nach Bayern komme, sei er glücklich zu sehen, dass die Münchner Benno als Stadtpatron hoch verehren. Das erzählte Bischof Reinelt anlässlich des Münchner Bennofestes 2009 im Münchner Kirchenradio. Gläubige in Bayern und Sachsen hätten den gleichen Patron, und das sei „natürlich sehr verbindend zwischen den deutschen Ländern“. (ph/kna)
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Bischof Reinelt über den Hl. Benno (Archiv 2009)
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