Bundesarbeitsgemeinschaft will „Denkverbote“ beim Thema Abtreibungsfolgen aufbrechen
Eine neu gegründete Bundesarbeitsgemeinschaft will die wissenschaftliche Debatte über die Folgen von Abtreibungen stärken. „Abtreibungen sind ein starker Eingriff in den Körper und die Seele der Frau“, erklärte Teresa Loicher dem Münchner Kirchenradio.
Sie ist die kommissarische Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft. Jedes Aspirin werde heute auf seine gesundheitlichen Konsequenzen untersucht, die medizinischen, psychischen und sozialen Folgen von Abtreibungen seien in Deutschland dagegen mit einem „Tabu“ und „Denkverboten“ belegt. So gebe es kaum Studien zu dieser Fragestellung, sagte Loichen. Der Kreis aus Medizinern, Juristen, Theologen, Philosophen und Beratern aus der Praxis wollten hier einen „Wissenschaftsdialog“ anstoßen. Daneben gehe es darum, die Öffentlichkeit zu informieren und den Beratern in den Fachstellen Handreichungen zu geben. Die Bundesarbeitsgemeinschaft wolle aber nicht „aktivistisch“ und „aggressiv“ in die Abtreibungsdebatte eingreifen. Die Arbeitsgemeinschaft habe sich aus der Motivation heraus gegründet, „betroffenen Frauen und Männern zu helfen“.
Die am Samstag gegründete Bundesarbeitsgemeinschaft ist aus einer Fachtagung im vergangenen November an der Katholischen Universität Eichstätt hervorgegangen, die sich dem Thema „Schwangerschaftsabbruch – Hintergründe, Folgen, Heilung“ widmete. Angesiedelt ist sie mit ihrer Bundesgeschäftsstelle im Referat „Netzwerk Leben“ des Bischöflichen Ordinariates Eichstätt. Die Referentin für Netzwerk Leben und Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Teresa Loichen wurde zur kommissarischen Sprecherin der Arbeitsgruppe gewählt. Ihr gehören Mitglieder aus der ganzen Bundesrepublik an, die auch europaweit vernetzt sind. (alb/pde)
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Telefoninterview mit Teresa Loichen von der Bundesarbeitsgemeinschaft








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