Bischöfe wollen Dialogprozess voranbringen
Die katholischen Bischöfe Deutschlands haben ihre Bereitschaft zu Reformen bekräftigt und am Donnerstag einen Rahmen für den Dialogprozess in der Kirche in Deutschland vorgestellt. In einem gemeinsamen Brief wollen sich die Bischöfe in den kommenden Tagen an die Gemeinden wenden.
Wie der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, zum Ende der Frühjahrsvollversammlung in Paderborn mitteilte, soll es bis zum Jahr 2015 eine Reihe kirchlicher Kongresse und Großveranstaltungen, die sich mit Glauben und Kirche in der modernen Gesellschaft befassen. Dabei wollen die Bischöfe die kommenden Jahre jeweils unter ein Jahresthema stellen, das sich mit grundlegenden Aufgaben der Kirche befasst. In diesem Jahr soll es um die Frage gehen "Im Heute glauben: Wo stehen wir?". Eine Auftaktveranstaltung ist für den 8. und 9. Juli in Mannheim vorgesehen. In den kommenden Jahren werden dann die drei Grundzüge der Kirche – Liturgia, Diakonia und Martyria – thematisiert. Im Jahr 2015 soll der Dialogprozess seinen Abschluss finden.
Außerdem werde man sich, zusammen mit dem Zentralkomitee der Katholiken in Deutschland, in kleinen Untergruppen treffen, so der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck. Themen hier seien beispielsweise die Zusammenarbeit von Laien und Priestern sowie die Rolle der Kirche innerhalb der Gesellschaft. Den Diözesanbischöfen sei es dabei wichtig gewesen darauf hinzuweisen, dass es bereits viele Initiativen und viel Dialog auf unterschiedlichen Ebenen gebe. Der vorgestellte Dialograhmen werde zwar durch die Bischofskonferenz verantwortet, weil es für die gesamte Kirche in Deutschland gelte. Er sei aber herunterzubrechen auf die Ebene der einzelnen Bistümer, so Overbeck.
Zollitsch hatte in einem sehr selbstkritischen Vortrag auf eine große Distanz zwischen "normalen" Gläubigen und den Bischöfen hingewiesen und betont, dass die Vertrauenskrise der Kirche durch den Missbrauchsskandal zwar beschleunigt, aber nicht erst verursacht worden sei. Es dürfe keine Diskussionsverbote geben, auch "heiße Eisen" wie der Zölibat, Fragen der kirchlichen Sexualmoral oder die Situation von wiederverheirateten Geschiedenen und konfessionsverschiedenen Familien sollten innerhalb des Dialogprozesses eine Rolle spielen. Bischof Overbeck machte aber klar, dass die Bischöfe im Rahmen des Dialogprozesses nicht für theologische Diskussionen zur Verfügung stünden, die bereits lehramtlich geklärt seien. Als Beispiele nannte er das Frauenpriestertum und Homosexualität.
Mit Blick auf einen großen Vertrauensverlust der katholischen Kirche in der Gesellschaft hatte die Bischofskonferenz im vergangenen September einen bundesweiten Dialog- und Reflexionsprozess beschlossen. Er solle sowohl auf Ebene der Bischofskonferenz als auch zwischen Bischöfen und Laien, in Bistümern, Gemeinden und Verbänden stattfinden. (ks/kna)
Alle Ergebnisse der Abschlusspressekonferenz
Im Heute leben - Wort der deutschen Bischöfe an die Gemeinden (pdf)
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Bischof Overbeck zum Dialogprozess
- Dateien:
Dialogprozess_Treffen_Bischof_Overbeck.MP31.7 M








Was hat dies zur Folge:
• Die Gemeinden werden XXL, schon in zwanzig Jahren nochmals verdoppelt.
• Die wenigen Pfarrer werden gnadenlos ausgebeutet und verheizt.
• Kirchenentfremdung mit oder ohne Austritt schreitet noch rasanter voran.
• Die verbleibende kleine Herde wird papsttreu fundamentalistisch sein.
• Sexueller Missbrauch und feudale Machtarroganz bleiben praktisch folgenlos.
• Die Zeichen der Zeit wurden nicht erkannt, Buße und Umkehr sind leere Worte.
• Die Kirchenführung führt zurück in eine gewesene Zeit, ist ein verdorrter Baum.
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das was bisher veröffentlicht wurde, verrät wenig Bereitschaft zu einem Dialog in Augenhöhe und gibt wenig
Mut sich weiter mit den Bischöfen in ein Gespräch sich einzulassen.
Hans Hammer Pf. i. R.
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was stellen Sie sich bitte unter einem Dialog vor, bei dem eine Seite diktiert, wie lange und worüber gesprochen werden darf? Herr Dr. Overbeck, wenn Sie nicht über Themen sprechen wollen, die lehramtlich "geklärt" sind, brauchen Sie den Dialog gar nicht. Denn "geklärt" sind alle diese Dinge schon: Wiederverheiratete Geschiedene sind von Eucharistie fern zu halten. Pfarreien werden von einem Pfarrer geleitet. Es gibt keine Verwaltungsgerichtsbarkeit. Homosexualität ist eine Sünde. Künstliche Empfängnisverhütung ist verboten. Priester müssen zölibatär leben. Dann kann es nur noch heißen: Weiter wie bisher! Wundern Sie sich nur bitte nicht, wenn die Abstimmung mit den Füßen (oder mit der Lohnsteuerkarte) dann anhält. Wenn es das ist, was Sie unter einem Dialog verstehen, dann brauchen wir ihn gar nicht erst anzufangen. Sturm im Wasserglas. Außer Spesen nichts gewesen.
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gerade habe ich den Brief der deutschen Bischöfe an die Gemeinden gelesen. Wenn das das Ergebnis Ihres vollmundigen Dialogversprechens ist, dann ist das ein beschämendes Ergebnis. Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie sich bei Ihren Confratres nicht durchsetzen konnten. Konsequent wäre es dann allerdings, wenn Sie Ihr Amt als Vorsitzender der Bischofskonferenz zur Verfügung stellen würden. So machen Sie sich lächerlich und unglaubwürdig.
Wilhelm Weber, Pfr. i. R.
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