Beginn der Gebetswoche für die Einheit der Christen
Christen verschiedener Konfessionen feiern vom 18. bis zum 25. Januar die weltweit gehaltene Gebetswoche für die Einheit der Christen. Das diesjährige Motto „Gemeinsam glauben, feiern, beten“ ist angelehnt an die Apostelgeschichte.
Durch das Motto sollen die vier Hauptthemen der Gebetswoche ausgedrückt werden, so Karl-Martin Unrath von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. In der Apostelgeschichte gehe es um die Treue zur Lehre der Apostel, eine solidarische Gemeinschaft, das gemeinsame Gebet und die gemeinsame Feier des Abendmahls. Im Lauf der Gebetswoche sollen diese vier Kennzeichen der Kirche entfaltet werden, so Unrath. Das Motto der Gebetswoche wird immer von einem wechseldnen Vorbereitungsgremium ausgewählt. In diesem Jahr war das eine Gruppe palästinensischer Christen in Jerusalem. Das habe für alle Christen eine besondere Bedeutung, so Unrath, weil wir so an die Anfänge der Kirche zurückgeführt würden.
Im Rahmen der Gebetswoche gibt es auch eine Kollekte, mit der einzelne soziale Hilfsprojekte gefördert werden. Dieses Jahr werden Hospizarbeit in Georgien, Integration von behinderten Menschen im Irak und ein Projekt gegen Gewalt und Aids in Südafrika unterstützt. Träger der Gebetswoche für die Einheit der Christen sind seit 1968 der Ökumenische Weltrat der Kirche in Genf und der Päpstliche Einheitsrat in Rom. Die Gebetswoche soll sichtbarer Ausdruck weltweiter ökumenischer Verbundenheit sein und Konfessionen und Kulturen grenzüberschreitend verbinden.
Der zentrale Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen wird am 23. Januar um 16 Uhr im Dom zu Speyer gefeiert. In München wird der ökumenische Gottesdienst am 18. Januar um 19 Uhr in der evangelisch-lutherischen Bischofskirche St. Matthäus gefeiert. (ks)
Erzbischöfliche Pressestelle:
Ökumenisches Gebet in Bayern für die Einheit der Christen
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Interview mit Karl-Martin Unrath
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