Bayerischer Sammler steuert Orgel für Kirche in Auschwitz bei
Sixtus Lampl, der Gründer des Orgelmuseums in Valley bei Miesbach, gibt eines seiner Instrumente an die Gedächtniskirche in Auschwitz ab. Dort wird es zur Zeit aufgebaut.
„Es soll eine Geste von uns sein, dass in dieser Kirche eine deutsche Orgel steht“, sagte Lampl dem Münchner Kirchenradio. Der 70jährige sammelt seit Jahrzehnten ausrangierte historische Orgeln, die er reinigt und in seinem Museum in Oberbayern fachgemäß einlagert. „Durchaus mit dem Gedanken, sie an anderen Orten wieder zum Klingen zu bringen.“ Mittlerweile hat Lampl 60 Instrumente mit Spieltischen und tausenden von Pfeifen in Valley zusammen getragen. Nach seinen Angaben sind für jedes Register bis zu zehntausend Euro Reinigungs- und Erhaltungskosten aufzubringen. Die Idee, eine dieser Orgeln in der erst jüngst geweihten Gedächtniskirche von Auschwitz aufzustellen, stamme von polnischen Ingenieuren, die regelmäßig zu Studienaufenthalten in das Valleyer Museum kommen. Die Welte-Orgel stammt urprünglich aus dem südbadischen Wehr, wo sie gegen ein neues Instrument ausgetauscht wurde. Zurzeit wird die spätromantische Orgel mit drei Manualen und 45 Registern in Auschwitz wieder aufgebaut. Die Kirchengemeinde finanziere die Orgel mit Hilfe von Spenden, so Lampl. Bis zum Sommer soll die Installation abgeschlossen sein. (alb/br)
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Sixtus Lampl: eine Orgel für Ausschwitz
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Lampl_Orgel_01.MP31.7 M










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