Nervenärztin und Komikerin – die Künstlerin Liesl Karlstadt
Sie ist und bleibt die Königin der Münchner Volksschauspielerinnen, die vielseitigste Frau auf deutschen Bühnen zu ihrer Zeit. Sich selbst hat sie nie in den Mittelpunkt gestellt, Schalk und Spottlust lieber in Hosenrollen versteckt.
Am Höhepunkt ihrer Solo-Karriere in den 50er Jahren war sie ein richtiger Star. Doch Liesl Karstadt blieb immer bodenständig, nur ein paar kleine Fluchten leistete sie sich: Sie machte den Führerschein, ging zum Skifahren und Bergsteigen oder bei Gastspielen in Berlin schick Einkaufen. Sie war ein Arbeitstier, trotz langer Phasen psychischer Labilität und Krankheit. Die Angst vor der Armut saß ihr immer im Genick. Ihre Biografin Michaela Karl rückt im Literaturgespräch vor allem die kreative Leistung der Künstlerin Liesl Karlstadt in den Blick.
Michaela Karl: Liesl Karlstadt.Gesichter einer Frau und Künstlerin, Verlag Friedrich Pustet, 159 S., 12,90 €
Im März liefern sich Michaela Karl und der Valentin-Experte Alfons Schweiggert ein Rededuell : Sie sind nicht auf mich angewiesen, aber ich auf Ihnen“ – Liesl Karlstadt contra Karl Valentin - Ein Streit mit schönen Worten
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Literatur: Nervenärztin und Komikerin – die Künstlerin Liesl Karlstadt
Michael Kumpfmüller
Die Herrlichkeit des Lebens
Kiepenheuer & Witsch, 237 S., 18,99 €
Lukas Niederberger
Die Kunst engagierter Gelassenheit: wie man brennt, ohne auszubrennen
Kösel, 191 S., 14,99 €
Pius Alibek
Als ich unter Sternen schlief
Insel-Verlag, 397 S., 22,90 €
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