Medienexperte Erich Jooß offiziell verabschiedet
In einer Feierstunde hat die Erzdiözese München und Freising den langjährigen Direktor des Sankt Michaelsbundes, Erich Jooß, verabschiedet. Kardinal Reinhard Marx dankte dem 65jährigen auch im Namen der bayerischen Bischöfe für seine „qualitätvolle und immer loyale Arbeit“.
Darüber hinaus sei Jooß auch ein gefragter Medien-Ratgeber in der Deutschen Bischofskonferenz gewesen, so Marx. Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Siegfried Schneider, würdigte Jooß in einer Video-Botschaft als einen Fachmann, der seiner Zeit immer voraus gewesen sei, gerade in Fragen der Medienpädagogik und Medienethik.
In seiner Dankesrede warnte Jooß die katholische Kirche in Deutschland davor, „im eigenen Saft zu schmoren“. Dadurch würde die gesellschaftliche Kraft der Kirche schwinden. Katholisch sein bedeute „umfassend, geistig weit und einladend zu sein“, ohne dabei die eigene Herkunft zu vergessen. Dabei mahnte Jooß, der auch als Schriftsteller tätig ist, das Gespräch mit Künstlern zu suchen. Die Literatur habe eine „seismografische Kraft“, die auch für die Kirche von Bedeutung sei. Der promovierte Germanist hatte seit 1984 die Leitung des katholischen Medienhauses inne. Der Sankt Michaelsbund betreut unter anderem 1.200 öffentliche Büchereien in Bayern und ist der Verlag für die Münchner Kirchenzeitung. Unter der Direktion von Erich Jooß wandte sich das Haus auch den elektronischen Medien zu und verfügt heute über eine Fernseh-, Radio und Internetredaktion. Für sein Wirken erhielt Jooß hohe
kirchliche und staatliche Auszeichnungen. Sein Amt als Vorsitzender als Medienrats der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien behält er weiter inne. Das Gremium hatte Jooß im Frühjahr einstimmig für weitere fünf Jahre in diesem Amt bestätigt. Sein Nachfolger als Direktor des Sankt Michaelsbundes ist seit dem 1. September Stefan Eß. (alb/kna)








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