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02.02.2012

Marx: Trennung von Weltbild aus ethischen Gründen

Kardinal Reinhard Marx hat in einem Gespräch mit der „Zeit“ den geplanten Verkauf von „Weltbild“ verteidigt. Das Thema habe die deutschen Bischöfe schon einige Jahre beschäftigt.

Es gebe mehrere Gründe, jetzt eine Trennung von diesem Unternehmen einzuleiten, so Marx. «Wichtig ist, dass unsere Anlagen ethisch verantwortbar sind», betonte Marx. Generell liege ein wirtschaftliches Engagement der Kirche aber auch im Interesse beispielsweise der deutschen Kirchensteuerzahler. «Es wäre doch eine Naivität, zu meinen, Ordensgemeinschaften bis hin zum Heiligen Stuhl hätten nicht ihr Geld angelegt bei Banken, Fonds oder in Aktien.» Dass wie im Fall von Weltbild die Bischöfe selbst erwerbswirtschaftlich tätig sein müssten, halte er jedoch nicht für erforderlich, sagte Marx.

Der Weltbild-Verlag gehört derzeit unter anderem noch zwölf deutschen Bistümern, darunter auch dem Erzbistum München und Freising. Nach Diskussionen um den Verkauf von Erotik- und Esoterik-Titeln bei Weltbild, hatten die katholischen Bischöfe beschlossen, sich von dem Unternehmen zu trennen. (lb/kna)


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