Barockes Meisterwerk wieder aufgebaut: das heilige Grab in Egern
Nach über 100 Jahren ist in St. Laurentius in Egern wieder das heilige Grab zu bestaunen. Er sei stolz, das Kunstwerk nach der Restaurierung endlich der Öffentlichkeit zu präsentieren, sagte Pfarrer Walter Waldschütz im Müncher Kirchenradio.
Das zweistöckige heilige Grab von Egern zähle durch seinen hohen künstlerischen Wert zu den wichtigsten heiligen Gräbern in der Erzdiözese München und Freising, betonte Norbert Jocher, Leiter der Kunstabteilung im Münchner Ordinariat. Von großer Besonderheit sei die Darstellung Jesu Christi als guter Hirte anstelle des durch den Aufbau verdeckten Tabernakel.
Viele Jahre lagerte die Bühnenkonstruktion auf dem Dachboden der Kirche und war das ganze Jahr über der Witterung ausgesetzt. Die Leinwände seien gekennzeichnet gewesen von Wasserrändern, abgeplatzer Farbe, Rissen und Löchern, sagte der Restaurator Stefan Hundbiss. Dennoch gelang es dem Team um Hundbiss, die Bemalung „zu fast 95% im Original zu erhalten“. Lediglich die hölzerne Unterkonstruktion des „ theatrum sacrum“, wie die Aufbauten des heiligen Grabes auch genannt werden, sei komplett erneuert worden.
Joseph Ignaz Schilling erbaut das heilige Grab 1757. Komplett aufgebaut konnte man das Kunstwerk zuletzt Ende des 19. Jahrhunderts bewundern. Eine Restaurierung und damit eine öffentliche Ausstellung zu einem früheren Zeitpunkt sei vor allem aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen. Das heilige Grab ist noch bis Christi Himmelfahrt in der Pfarrkirche St. Laurentius ausgestellt. (vew)
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Der barocke Kunstschatz ist zurück in der Öffentlichkeit
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Begleiter durch die Fastenzeit: das heilige Grab
- Dateien:
Jocher_Hl._Grab.MP31.2 M
Waldschütz_Hl_Grab.MP3849 K











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