Ausstellung im Jexhof geht Aberglauben nach
„Die Leute sind heute nicht vernünftiger als vor 100 Jahren. Zudem ist man auf dem Land nicht abergläubischer als in der Stadt.“ Das hat Kuratorin Claudia Preis vor der heutigen Eröffnung der Ausstellung „Magie – Frömmigkeit – Aberglaube“ im Bauernhofmuseum Jexhof dem Münchner Kirchenradio gesagt.
Es sind altbekannte Rituale und Mythen: Die schwarze Katze von links, das Bleigießen in der Silvesternacht, die Bernsteinkette für zahnende Kinder. Die Ausstellung im Jexhof in Schöngeising gibt einen Überblick über solche „Lebenshilfen“ zwischen Religion und Magie. Zu sehen sind unter anderem Zauberwerkzeuge, Glücksbringer, Wallfahrtsandenken, Amulette oder Andachtsbilder. Der Großteil der Ausstellungsstücke stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert. „An dem Thema hat uns interessiert, was die Menschen unternehmen, um ihrem Glück auf die Sprünge zu helfen“, erklärt Claudia Preis vom Kulturbüro Artefakte. Die Schau berücksichtige neue wissenschaftliche Erkenntnisse der volkskundlichen Magie- und Aberglaubenforschung. Dem Vorurteil, dass der Aberglaube auf dem Land weiter verbreitet sei, als in der Stadt, sei zu widersprechen, betont Preis. So stünden etwa Esoterik-Kurse in Großstädten hoch im Kurs, wofür einige Menschen viel Geld ausgäben.
Geöffnet ist „Magie – Frömmigkeit – Aberglaube“ im Bauernhofmuseum Jexhof dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr. (ksc)
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Dr. Claudia Preis über das Thema der Ausstellung
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Dr. Claudia Preis über die Ausstellungsstücke
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Dr. Claudia Preis über den vermeintlichen Unterschied zwischen Stadt und Land
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