11.03.10 - Bei den bayerischen Pfarrgemeinderatswahlen am vergangenen Sonntag haben rund 900 000 Gläubige ihre Stimme abgegeben. Das gab das Landeskomitee der Katholiken am Donnerstag bekannt. Die Wahlbeteiligung ging von rund 17 auf 16 Prozent zurück.
Karl Eder (© SMB)Dabei sind jedoch starke regionale Unterschiede festzustellen. Im Bistum Würzburg kam rund ein Drittel der Katholiken zur Wahl, im Erzbistum München und Freising nur ein gutes Zehntel. Dies sei vor allem auf die geringe Beteiligung in der Landeshauptstad zurück zu führen, sagte der Geschäftsführer des
Landeskomitees, Dr. Karl Eder, gegenüber dem Münchner Kirchenradio. Ein Phänomen, dass alle urbanen Räumen in Bayern betreffe. „Wir müssen pastorale Handlungskonzepte finden, die die Menschen in den Städten wieder stärker an ihre Pfarrgemeinde, an das kirchliche Leben binden“, sagte Eder. Insgesamt wurden rund 30 000 Pfarrgemeinderäte in Bayern gewählt. Diese engagierten Katholiken würden angesichts der augenblicklichen Missbrauchsdebatte, auch das positive Gesicht der Kirche zeigen, sagte Eder. (alb)
Bild Startseite: © Rolf van Melis / PIXELIO